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Hintergrundkulisse

Ein „langgehegter“ Wunsch von mir ist endlich in Erfüllung gegangen. Ziel war es, einen Teil der Bahnhofstrasse in Bregenz mit dem Bürohaus, in dem in nun schon seit 27 Jahren mein Geld für das Modelleisenbahnhobby verdiene, als Hintergrundkulisse auf meiner Anlage zu integrieren. Also schnell eine Digitalkamera gekauft, die Häuser fotografiert, einen Schnellsiedekurs in Photoshop absolviert und ….. Vor den Erfolg ist bekanntlich der Schweiß gestellt! Etwa zehn Fotoserien waren notwendig, bis das Ergebnis in Druck gehen konnte. Einmal war die Auflösung zu niedrig, dann hat das Licht wieder nicht gepasst od. es stand just an diesem Sonntag ein großer LKW auf dem Parkplatz usw. Die große Schwierigkeit lag darin, dass die Häuserfassade gerade in dieser Jahreszeit entweder im Gegenlicht steht od. gegen Abend nur Seitenlicht abbekommt. Dann als Anfänger die Nachbearbeitung am Computer! Die Fotos mussten schließlich ja entzerrt, farblich und in der Größe angepasst und als Panorama montiert werden. Dann mussten sie wieder in einzelne Fotos zerlegt werden um mit dem Farblaserdrucker auf A3-Papier ausgedruckt werden zu können. Das anschließende Aufziehen der Fotos auf eine 4 mm starke Sperrholzplatte und das Zurechtschneiden mit der Dekupiersäge war dagegen gerade ein Kinderspiel. Aber – die Freude ist groß, die Stadthintergrundkulisse schmückt meine Anlage.


Die gesamte Kulisse


Die Kulisse montiert auf der Anlage


Die Kulisse mit Häusern im Vordergrund


Dasselbe Motiv aus anderer Perspektive

Hier einige Erkenntnisse:

  • nach Möglichkeit erhöhten Standpunkt für das Fotografieren suchen
  • Kamerastandpunkt sollte ungefähr in der Mitte des Objektes liegen
  • Belichtung unbedingt manuell durchführen
  • kein extremes Weitwinkel verwenden (krumme Linien lassen sich auch mit Photoshop kaum begradigen)
  • Bildauflösung so hoch als möglich wählen (schließlich ist ja ein A3 Ausdruck erforderlich)
  • beim Zerlegen des fertigen Panoramas unbedingt Schnittmarken setzen
  • Fotos zuerst zuschneiden, dann auf Sperrholzplatte aufzeichnen und letztere vor dem Aufziehen der Fotos zusägen
  • zum Aufziehen der Fotos empfiehlt sich Fixogum der Fa. Marabu (dieser Klebstoff tropft nicht; miteinander verklebte Teile verziehen sich nicht, bleiben flexibel (nachjustieren ist möglich) und lassen sich – einseitig bestrichen – wieder voneinander lösen.

Wem der Aufwand zu groß ist, möchte ich unbedingt die Fotokulissen von Herrn Norbert Endell in Ratingen/NRW empfehlen (Hintergrundkulissen.de). Diese gibt es passend zu den meisten Spurgrößen und Themen. Die Kulissen sind, gemessen am Aufwand der zur Herstellung getrieben werden muss, sehr preisgünstig.